
Das Hallenbausystem ist ein flexibles und vielseitig nutzbares Konzept, welches aus sich kreuzenden hölzernen Dreigelenkrahmen besteht. Auf diese Rahmen werden modulare, vorgefertigte Dach-, Wand- und Bodenelemente montiert. Durch die Wiederholung gleicher Bauelemente wird eine kostengünstige, schnelle und einfache Errichtung ermöglicht, die zudem eine spätere Anpassung, Erweiterung oder den Rückbau erleichtert.
Besonders auffällig sind die gebündelten Stützen, die aus jeweils vier Rahmen bestehen und sich nach oben hin baumartig ausfächern. Diese Stützen tragen nicht nur das Dach, sondern dienen auch zur Ableitung von Regenwasser und zur vertikalen Verlegung von Leitungen.
Die grosszügigen Dimensionen der einzelnen Schiffe, zusammen mit flexiblen Innenwänden ermöglichen eine hohe Nutzungsvielfalt.
Als Beispiel wird das Programm einer Atelierhalle geählt, welche Raum für über 500 Kunstschaffende bieten soll. Die sechsschiffige Halle ist um einen zentralen Ausstellungsraum organisiert, der durch mehrere Lichthöfe natürlich belichtet wird. Direkt angrenzend befinden sich verschiedene Räume wie Mensa, Bibliothek, Seminar- und Aufenthaltsräume, die durch Vorhänge oder Holzelementwände flexibel abgetrennt werden können. Im Umlauf des Gebäudes befinden sich die Arbeitsräume der Kunstschaffenden.







