
In Visperterminen prägen historische Kornstadel die Landschaft. Erbaut wurden sie in massiver Blockbauweise aus Lärchenholz, mit ortstypischen Steindächern und Mäuseplatten. Die traditionellen Kornstadel bestehen meistens aus einem einzigen Innenraum. In der Mitte des Raumes befindet sich das Tenn, ein breiter Gang, welcher dazu diente, das Getreide zu dreschen. Ein enggefügter und gefederter Bohlenboden, verhindert das Durchdringen der Getreidekörner. Die durch eine meterhohe Bretterwand abgetrennten seitlichen Abteile, die nur zur Lagerung der Kornbündel dienten, wurden im Gegensatz zum Tenn weniger sorgfältig und ohne Federn erbaut.
Zu den historischen Kornstadeln liegen kaum Planunterlagen vor. Eine verformungsgetreue Bauaufnahme eines dieser wohl im 19. Jahrhundert erbauten Stadel soll also der präzisen Dokumentation des aktuellen Bestandes dienen. Als geeignete Methode erwies sich das traditionelle Handaufmass mit Hilfe eines unabhängigen Messnetzes in Form eines Schnurgerüsts.







